
Kinder reagieren sehr fein auf das, was sie umgibt.
Wenn das Nervensystem über längere Zeit unter Stress steht, kann es sein, dass Kinder nicht mehr gut in die Regulation finden - auch wenn eigentlich alles "in Ordnung" scheint.
Ein nicht reguliertes Nervensystem entsteht nicht durch Schuld oder falsches Verhalten.
Es ist oft die Summe aus vielen kleinen Belastungen, die sich im Körper des Kindes zeigen.
Kinder reagieren nicht "grundlos". Ihr Verhalten ist immer eine Antwort ihres Nervensystems auf das, was sie erleben.
Erlebt ein Kind über längere Zeit Stress oder ein Trauma - zum Beispiel durch emotionale Unsicherheit, Leistungsdruck oder fehlende Pausen - kann das Nervensytem in einen dauerhaften Alarmzustand geraten. Der Körper ist dann ständig damit beschäftigt, Gefahr zu erkennen und zu überleben.
Dieser Alarm zeigt sich auf unterschiedliche Weise:
Ein Kind kann sich nur dann dauerhaft konzentrieren, kooperieren und lernen, wenn sein Nervensystem Sicherheit erlebt. Solange der Körper im Alarm ist, hat das Gehirn keine Kapazität für Entwicklung, Beziehung und Lernen.
Kinder kommen mit unterschiedlichen nervlichen Grundausstattungen auf die Welt. Manche Nervensysteme sind von Natur aus feiner, wacher und empfindsamer. Sie nehmen Reize, Stimmungen und Veränderungen intensiver wahr - und brauchen mehr Zeit und Unterstützung, um diese zu verarbeiten.
Darüber hinaus können Kinder, die neurodivergent sind oder Diagnosen haben, bei denen die Regulation des Nervensystems getroffen sein kann, besonders anfällig für Überlastung sein. Dazu zählen unter anderem:
Auch Kinder mit einem eher ausgeglichenen, ruhigen Temperament können ein angespanntes Nervensystem entwickeln. Nicht, weil sie sensibel sind - sondern weil ihr Nervensystem über längere Zeit unter Stress stand.
Dazu gehören zum Beispiel:
hohe Erwartungen oder ständiges Anpassen
Kinder verarbeiten all das über ihren Körper und ihr Nervensystem.
es wirkt oft unruhig oder "unter Strom"
es reagiert schnell mit Wut oder Tränen
es zieht sich zurück oder wird sehr still
es hat Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen
es klagt über Bauch- oder Kopfschmerzen
es ist schnell überfordert oder reizoffen
es wirkt erschöpft, obwohl es viel schläft
All das sind keine Probleme, sondern Signale des Nervensystems, das Unterstützung braucht.
Kinder brauchen in solchen Phasen vor allem:
Genau hier setzt die Begleitung "Ich spüre mich" an.
Für Kinder ab ca. 4 - 12 Jahren, die zum Beispiel:
Es geht nicht um Diagnosen oder Bewertungen, sondern darum, das Nervensystem des Kindes zu verstehen und zu stärken.
Die Begleitung basiert auf meiner Arbeit als Heilpädagogin und verbindet:
Im Erstgespräch lernen wir uns kennen. Ein vorab ausgefüllter Fragebogen hilft dabei, einen Blick auf Alltag, Stressoren und Ressourcen zu werfen. Gemeinsam erarbeiten wir ein Ziel, das für euer Kind stimmig ist.
Die Begleitung findet als Einzelsetting oder in einer Mini-Gruppe (max. 3 Kinder) statt. Im Mittelpunkt stehen Körperwahrnehmung, Regulation und Ressourcen.
Montags 16:00 - 17:00 Uhr
Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Part, wenn es um Regulation geht.
In diesem Gespräch geht es um eigene Regulationsstrategien und wie das Kind im familiären Umfeld begleitet werden kann.
Im Abschlussgespräch reflektieren wir den Prozess, schauen auf Veränderungen und besprechen, wie die Impulse im Alltag weiterwirken können. Ihr erhaltet ein Handout mit Übungen und kleinen Alltagsimpulsen,
Am Ende meiner Begleitung steht nicht "ein anderes Kind", sondern ein Kind, das sich selbst besser spürt und regulieren kann.
Mögliche Ziele der Begleitung sind:
Für dein Kind
Für euch als Eltern
Für den Familienalltag und das Umfeld
Jedes Nervensystem ist individuell und die Ziele orientieren sich an den Bedürfnissen eures Kindes und eurer Familie.
Forschung* zeigt, dass Stress-Regulation im Nervensystem nicht nur Verhalten erklärt, sondern messbar ist und sich verändern lässt. Achtsamkeits- sowie körperbezogene Übungen verbessern physiologische Stressreaktionen und stärken Selbstregulation bei Kindern. Die Entwicklung der emotionalen Regulation ist eng mit Beziehung, Bindung und Alltagserfahrungen verknüpft - genau dort setze ich mit "Ich spüre mich" an.
*Studie zu Auswirkungen achtsamer Bewältigungsstrategien auf die Funktion des autonomen Nervensystems von Kindern und langfristige Verhaltensentwicklung
*Studie zur Anwendung der Polyvagaltheorie auf die Emotionsregulation von Kindern: Sozialer Kontext, Sozialisation und Anpassung.
Einzelbegleitung: 650€
MiniGruppe: 420€
Du hast Fragen oder bist nicht sicher, welche Begleitung die Richtige ist?
Dann schreib mir gerne: info@lebensraum-begleitung.de I 015777833834
Da ich mit euch auf einer vertrauensvollen, ehrlichen Ebene arbeite ist mir dir Ansprache "Du" sehr wichtig. Gleichzeitig begegne ich dir mit Respekt und Professionalität.
Ich bin Anna Wittland, Mama von drei Jungs und Heilpädagogin.
Da ich selbst hochsensibel bin, habe ich mich viel mit dem Thema Nervensystem und Neurodivergenz beschäftigt. Auch als Mama kenne ich es, oft ein angespanntes Nervensystem zu haben und weiß, wie wichtig Regulation ist.
Mit meiner Begleitung möchte ich euch ein Stück Leichtigkeit schenken.